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Ein Kommentar

Hunde und die Kastration

Kastration bei Hunden

Beitrag vom DogWalkerEssen – Hundetrainer in Essen

Dieses Thema ist wohl einer der häufigsten Streitthemen unter Hundebesitzern. Auch ich  will einmal die Pros und Contras der Kastrationen bei Hündinnen und Rüden ermitteln. Wir unterscheiden hier jedoch unter Hündinnen und Rüden da Gründe zur Kastration, Nebenwirkungen und Auswirkungen nicht immer übereinstimmen.

Beginnen wir mit dem weiblichen Geschlecht, den Hündinnen.

Verbesserte Hundehaltung

Einer der Hauptgründe der Besitzer für die Kastration ist das Vermeiden einer Trächtigkeit und die erleichterte Haltung des Hundes.  Auch aus medizinischen Gründen ist eine Kastration bei der Hündin besonders wichtig, da die Gebärmutter statistisch gesehen in jedem vierten Fall einen Mammatumor entwickelt, wenn erst nach der zweiten Läufigkeit oder gar nicht kastriert wurde. Und jeder zweite davon ist bösartig.

Unglaublicherweise kann das Risiko, dass ein Tumor wächst, auf 0,5% reduziert werden wenn man noch vor der ersten Läufigkeit kastriert. Man sollte sich also auch zum Wohle des Tieres überlegen, welche Entscheidung man trifft. Häufig wird also geraten, die Hündin vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren.

Ebenso das Risiko einer Scheinträchtigkeit verschwindet mit der Kastration vollständig. Somit entfällt dieses für Hündin und Halter unangenehme Verhaltensweisen, die auch die Arbeit eines Hundetrainers erschweren können, komplett.

Harninkontinenz als Folge der Sterilisation einer Hündin

Eine der wichtigsten Nachteile, nach einer Kastration, ist die Harninkontinenz/Harntreufeln. Dabei kann die Hündin ungewollt urinieren, was vor allem im Schlaf auftritt. Die Ursache ist das Fehlen von Geschlechtshormonen, welche auch für den Verschluss der Harnröhre notwendig sind. Nach der Kastration ist der Verschlussmechanismus geschwächt.

Auch kann es bei langhaarigen Hunderassen zu einem übermäßigen Wachstum des Wollhaares kommen.

Fazit der Hundekastration:

Vorteile

  • Die Kastration der Hündin reduziert das Krebsrisiko
  • Die Kastration der Hündin fördert angenehme Verhaltensweisen, z.B.: durch die Vermeidung von Scheinschwangerschaften

Nachteile

  • Durch die Kastration der Hündin kann Harn-Inkontinenz entstehen

Die Kastration eines männlichen Hundes

Weiter geht’s mit dem vermeintlich starken Geschlecht, dem Rüden. Oftmals werden Rüden aufgrund von aggressivem Verhalten kastriert. Die Gründe hierfür sind verschieden und sollten vorher ermittelt werden. In einigen Fällen sind es die Hormone, in anderen das allgemeine dominante Verhalten. In anderen wiederrum haben sich Fehler in der Haltung des Hundes eingeschlichen. So kann z.B.: eine Unterforderung den Frust des Rüden steigern.

Hundetrainer als Hilfestellung

Ist nun mithilfe eines professionellen Hundetrainers die Ursache geklärt und ein hormoneller Druck oder gar allgemein dominantes Verhalten ermittelt, ist eine Kastration sinnvoll, um dem Imponiergehabe entgegen zu wirken. Wichtig hierbei ist, je älter der Hund, desto tiefer ist er in seinem Verhalten verwurzelt.  Das heißt, sieht man Anzeichen früh genug, ist ein schnelles Eingreifen von höherem Erfolg.

Die heißt jedoch nicht, dass die Hundeerziehung nun beendet ist. Ein dominanter Hund braucht einen bestimmten und ruhigen Rudelführer. Dies zu sein, kann ihm ein Profi zeigen und wichtige Hilfestellungen als Hundebesitzer geben.

Mittlerweile gibt es die Möglichkeit des Hormonchips. Dabei wird die Kastration für 6 bis 12 Monate imitiert. Es kann helfen, muss aber nicht. Wer sich nicht sicher ist, kann es so erst einmal versuchen.

Medizinische Gründe wie Veränderungen an Prostata und Hoden werden hier nicht diskutiert. Das Wohl des Tieres geht immer vor.

Ein Nachteil ist, dass unkastrierte Rüden ein großes Verlangen haben, ihre Dominanz durch Besteigen dem kastrierten Rüden zu beweisen, da diese neutral und dadurch seltsam riechen. Das kann zu einem aggressiven Verhalten der Letzteren führen, weil wer will schon ständig bestiegen werden, wenn man selbst dominant ist? Somit nehmen die Hunde eine Abwehrhaltung ein. Nun ist der Halter in der Pflicht, dem Hund da raus zu helfen.

Fazit der Hundekastration beim Rüden:

Vorteile

  • Die Kastration des Hundes reduziert das aggresive Verhalten
  • Die Kastration des Hundes kann durch Hormonchips „getestet“ werden

Nachteile

  • Durch die Kastration des Hundes kann aggressives Verhalten auch ansteigen
  • Durch die Kastration des Hundes kann das Frustpontential ansteigen

Geschlechtsneutrale Auswirkungen der Kastration eines Hundes

Ein geschlechterneutraler Nachteil ist der gesteigerte Appetit nach der Kastration. Sollte dies nicht streng kontrolliert werden, kann Übergewicht die Folge sein.

Persönlich bin ich eher für das Pro, also Kastration. Aber nur dann, wenn der Status Quo für den Hund zu Qual wird und die Hormone das Denken übernehmen. Das verhinderte Verlangen der Fortpflanzung führt unweigerlich zu Frust. Denken sie einfach mal an ihren männlichen Partner, wenn sie mit dem Kegelclub im Urlaub sind. Er wird wochenlang abgehalten und das Wiedersehen wird ordentlich gefeiert.

Der Hund jedoch fristet dauerhaft. Soll nicht heißen, jeder Hund sollte entmannt (oder entfraut)  werden. Es gibt welche die kommen damit klar, aber man sollte nicht die Wirkung von Hormonen aus den Augen verlieren.

Es ist die Verantwortung und oberste Pflicht eines jeden Hundehalters, dem Hund ein möglichst sorgenfreies und stressfreies Leben zu ermöglichen. Somit sollte man immer überlegen, ob man bei einer Hündin das Krebsrisiko eingehen will, oder bei Rüden das hormongesteuerte Verhalten tolerieren kann.

Idee vom Dogwalkeressen / Umgesetzt  von A. Woyna für den

DogWalkerEssen Jörg Müller
Hundetrainer und Hundeschule
in Essen und Umgebung

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Verhaltensregeln bei Sturm

Lustige Verhaltensregeln

.. für eure Fellnasen bei Sturm

  1. Beim Beinheben darauf achten, dass der Wind nicht von hinten kommt, könnte nass werden an den Ohren
  2. Bei Blähungen hingegen nicht mit der Windrichtung erleichtern
  3. Beim Hinhocken immer nach oben schauen, sieht doof aus, wenn man in gehockter Haltung weg hoppeln muss …
  4. Dem Menschen beibringen, den Ball nicht gegen den Wind zu schmeißen …oder direkt in die entgegengesetzte Richtung rennen
  5. umherfliegende Gegenstände sind nicht alle Deine und müssen nicht alle nach Hause transportiert werden
  6. gelbe Säcke, die über die Straße rollen, gehören der Müllabfuhr und müssen nicht eingefangen werden
  7. es passen nur 2 Stöcke in Deine Schnauze … sollte der Stock größer sein, nennt man das Baum und der gehört der Feuerwehr
  8. nicht jedes Blatt was umherwirbelt muss gefangen werden
  9. der verkniffene Gesichtsausdruck vom Menschen ist nicht gegen Dich gerichtet, also nicht persönlich nehmen
  10. die Millionen von Gerüchen, die Dir entgegen strömen, müssen nicht alle namentlich bestimmt werden….also nicht stehenbleiben….weiterlaufen!