Jörg Müller | DogWalkerEssen | Hundetrainer in Essen | Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

ist … DogWalkerEssen, Hundetrainer, Hundeschule in Essen , Mülheim , Bochum , Gelsenkirchen , NRW


Ein Kommentar

Depressionen bei Hunden … durch Überfürsorge?

Agility, Hundetraining, Psychologie & Co.

„Wir wollen Agility machen, nicht der Hund“ (Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik)

Auszug aus einem
Gespräch mit Fragen an den
Vorsitzenden des Berufsverbandes
der Hundepsychologen, Thomas Riepe

 

Ständig jammern die Menschen über Burnouts oder Depressionen, alles sei so anstrengend. Für Hunde muss es doch viel schlimmer sein: Verkehrslärm, ewiger Erziehungsterror, allgemeine Fremdbestimmtheit. Sie sind Hundepsychologe, gibt es mehr depressive Hunde als früher?

Ja, die Depressionen haben in den letzten Jahren sehr zugenommen.

Woran liegt das?

Vor allem an den Erziehungsmethoden. Ein Hund müsste eigentlich ein wesentlich lockereres, entspannteres Leben führen als das, was wir ihm heute bieten. Aber wir wollen, dass er funktioniert. Damit die Nachbarn nicht sagen können: Der Hund ist ja unerzogen.

Warum lässt man den Hund nicht einfach Hund sein?

Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr zum Perfektionistentum. Der Mensch lebt nur noch von Tipps. Ich saß mal beim Arzt und schlug eine Zeitung auf – da gab es Tipps, wie man sich im Winter anziehen muss. Da war ein nackter Mensch abgebildet, und daneben waren die Kleidungsstücke gezeigt, die er anziehen muss: Unterwäsche, T-Shirt, Pullover, Mantel und so weiter. Das empfand ich als äußerst lächerlich und fing an zu schmunzeln. Aber die Dame neben mir sagte: Wissen Sie denn, wie man sich richtig anzieht? Ich sagte: Ganz einfach, warm. Genauso ist es mit den Hunden. Da bellt mal einer, und gleich werden tausend Tipps gegeben, was zu tun ist. Überall Tipps, Tipps, Tipps. Man will einen perfekten Hund, damit überfordert man das Tier.

Gibt es in der Hundepsychologie den Begriff „Helikopter-Herrchen“ – für Besitzer, die überfürsorglich um ihr Tier kreisen?

Das sagt man nicht direkt, aber man könnte es durchaus tun! Die Hundeerziehung und die Kindererziehung ähneln sich in diesen Fragen sehr stark. Kinder werden meines Erachtens auch zu viel gestresst. Die haben einen strafferen Terminkalender als die Eltern. Und die Hunde haben genauso einen Terminkalender.

Gibt es Rassen, die von Natur aus eher entspannt sind?

Ja, die alten Rassen. Zum Beispiel Spitze, die sind recht stressresistent. Pudel – sehr gute Rasse, sehr ausgeglichen. Schnauzer. Empfindlicher sind die Moderassen: Border Collie, Rhodesian Ridgeback.

Wie kann man Hunde-Depressionen vorbeugen?

Am besten wäre es, wenn Hunde einen ganz normalen Tagesablauf hätten. Ich habe Straßenhunde in Indien und Afrika beobachtet, Wölfe und Wildhunde, und die führen eigentlich alle das gleiche Leben.

Und zwar?

In erster Linie durchwandern die ihr Revier. Sie hetzen nicht herum, wie wir ihnen das aufzwingen, wenn wir sie ans Fahrrad hängen. Sie schnüffeln. Das Gehirn wird stark angestrengt, gar nicht mal so der Körper.

Also warum der ganze Quatsch mit Agility und so was?

Weil wir selbst uns wohlfühlen wollen auf Kosten des Hundes. Wir wollen Agility machen, nicht der Hund. Agility kann man dosiert machen, aber nicht ständig und nicht mit den Hunden, mit denen es meistens gemacht wird: Border Collies und Jack Russell Terrier.

Sind Depressionen bei Hunden immer von Menschen verursacht?

Ja, das beobachtet man in der Natur eigentlich nicht, weil die Tiere da Maßnahmen treffen können, die ihnen raushelfen. Unter Wölfen kann es sein, dass sich zwei nicht ganz grün sind. Dann lässt der Schwächere das aber nicht über sich ergehen, sondern er geht dem Stressor aus dem Weg. Der Hund hat das Problem, dass er bei uns lebt. Wir pushen ihn ständig und erziehen ihn nach Schema F.

Dabei will er nur ruhig vor sich hin leben.

Ja – und auch mal Artgenossen treffen. Aber auch da machen wir viel falsch. Wir schicken ihn auf die Spielwiese.

Da sind bestimmt auch richtig gestörte Hunde.

Ja, die sind nicht alle vernünftig sozialisiert. Kann sein, dass der eigene Hund da gemobbt wird, aber er muss ja da drauf, er kann dem Ganzen nicht entkommen, wie es der Wildhund könnte, der da nie hingehen würde. Darum wichtig: stabile Kontakte zu befreundeten Hunden. So, wie wir auch Freunde haben, die wir einschätzen können.

Mehr aus dem Interview findet ihr hier unter

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gespraech-mit-einem-hundepsychologen-wir-wollen-agility-machen-nicht-der-hund-12156340.html

Euer
DogWalkerEssen

Jörg Müller

 

Auf die nachfolgende Werbung haben wir keinen Einfluss

Werbeanzeigen


3 Kommentare

Therapiehunde

Therapiehunde – ein Beitrag für’s Leben

Dich interessiert, was genau eigentlich hinter dem Oberbegriff „Therapiehund“ steckt?

Hundetrainer-Hundeerziehung-Therapiehund-4

Therapiehunde

Hier findest Du wertvolle Informationen, die Dir gegebenenfalls weiterhelfen, in Deiner gezielten Hundeausbildung darüber nachzudenken, den von Dir angeschafften Hund zum Therapiehund ausbilden zu lassen.

Ein Therapiehund ist ein Haushund, dessen Wesen bzw. Talent ganz gezielt dazu verwandt und ausgebildet wird, bei medizinischen, psychischen oder körperlichen Leiden zu unterstützen.

Er unterscheidet sich nicht wesentlich von Deinem ohnehin schon treuen Begleiter und Freund. Er hat lediglich eine weitere Ausbildung dazu genossen, Dich oder aber ein Familienmitglied bzw. Patienten bei einer oder mehrerer der vorgenannten Erkrankungen zu unterstützen.

Gezielte Hundeerziehung / Hundeausbildung macht es möglich, den Menschen bei einer Vielzahl von Erkrankungen zu begleiten. Wir denken in erster Linie natürlich an den sogenannten „Blindenhund“, der eine ganz gezielte und spezielle Hundeausbildung genossen hat.

Der Labrador als Therapiehund

Therapiehunde sind anders

Doch es gibt viel mehr. Ein an Down-Syndrom erkranktes Kind zum Beispiel kann lernen, Beziehungen aufzubauen. Ein Autist findet einen wahren Freund, weil Du die Möglichkeit hast, im Zuge der Hundeerziehung Deinen Hund dazu zu bringen, zu kommunizieren. Er wird es auf seine Weise tun – gerade im Hinblick auf die an Down-Syndrom erkrankten Menschen und Autisten ist es ganz wichtig, durch gezielte Hundeausbildung den Hund zu einer gewissen Form von Ruhe und Gelassenheit zu erziehen.

Der Hundetrainer oder aber auch der jeweilige Züchter, der das Potential in dem jeweiligen Hund schon im Welpenalter entdeckt, wird dieses durch die entsprechende Hundeerziehung bzw. Ausbildung und Förderung des Talents entsprechend steuern können.

Therapiehunde werden neben der Ausbildung zu Blindenhunden gezielt über ihre Ausbildung in vielfältigen Bereichen des Gesundheitswesens eingesetzt:

So zum Beispiel als Besuchshund unter entsprechender Führung oder Begleitung des Hundetrainers in Altenheimen, Seniorenwohnstätten oder aber auch Kindergärten für geistig und / oder körperlich behinderte Kinder.

Welche Hunderasse eignet sich besonders?

Als besonders gelehrig, arbeitswillig und geeignet hält der Großteil der Hundetrainer / Hundeausbilder die Rassen des Labrador-Retrievers oder aber auch Golden-Retrievers. Sie sind dankbare und lernwillige Tiere, die sich mit ihrem Wesen vor allem dadurch auszeichnen, besonders feinfühlig und gelehrig zu sein, so dass sie die jeweilige Ausbildung mit ihrem Hundetrainer als willkommene Abwechslung und Spaß betrachten.

Dass der Hundetrainer hier auch dem Hund einen großen Gefallen tut, spricht für sich selbst, denn nur ein ausgeglichener und gut ausgebildeter Hund wird auch seinem Besitzer Freude bereiten. Meist ziehen jedoch die Absolventen der Hundeausbildung direkt zum jeweiligen Patienten, was aber nicht zwingend der Fall sein muss.

Therapiehunde – eine besondere Züchtung?

Glücklicherweise haben sich einige Züchter und Hundetrainer darauf spezialisiert, ihre Hunde bzw. die Hunde ihrer jeweiligen Würfe gezielten Tests zu unterziehen, so dass der Hund meist im Kennel des Züchters verbleibt oder in die Familie eines Hundetrainers vermittelt wird, um dort seine spezielle Hundeausbildung zu genießen. Der Züchter kann den Welpen sodann gezielt als Therapiehund vermitteln.

Das besondere Augenmerk legen die Hundetrainer und Züchter meist auch hierauf, dass der angehende Therapiehund seinen künftigen „Patienten“ bereits als Welpe kennen lernt und manche Trainings gleich auf den jeweiligen Menschen abgestimmt werden, um besondere Merkmale des Therapiehundes und seines neuen menschlichen Patienten gezielt zu trainieren.

Der reißende Fluss wird gewalttätig genannt,aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig. (Bert Brecht)

 

Text von Sandra La für

DogWalkerEssen
Jörg Müller

Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

Wenn Sie hierzu eine persönliche Meinung haben, bitten wir Sie um einen Kommentar unter diesem Beitrag.

 


 

Therapiehunde

.. ein Beispiel aus dem Leben.

Auf die nachfolgenden Werbeeinblendungen haben wir keinen Einfluß


Hinterlasse einen Kommentar

Hundetraining gegen Giftköder

Giftköder – wie gehen wir damit um?

Giftköder-Hundeerziehung-Hundetraining

Hilfe gegen Giftköder können ein gezieltes Hundetraining oder andere Massnahmen sein.

Jedes Jahr aufs Neue lauert die Gefahr für Hunde in Parks, beliebten Wiesen- und Waldstücken und Hundefreilaufzonen. Diese Giftköder sind mit Giften wie (z. B. Schneckenkorn, Rattengift) oder scharfkantigen Gegenständen (z. B. Nadeln, Scherben, Rasierklingen) bestückte „Leckereien“, die Ihrem Hund durch Aufnahme Schaden zufügen bzw. ihn sogar töten sollen.

Gestrüpp und Büsche sind als Verstecke besonders gut geeignet, da der Hundehalter sie nicht sofort erkennen kann, die Hunde aber mit ihrer Nase sehr gut finden können. Eine Übersicht, die informiert, wo Giftköder aufgefunden worden sind, gibt’s unter www.giftkoeder-radar.com. Vielerorts werden von Hundefreunden aber auch Schilder (z. B. an Bäumen) angebracht, um vor Ködergefahr zu warnen.

Für den Fall, dass Ihr Hund bereits einen Giftköder aufgenommen hat, ist es wichtig, ihn so schnell wie möglich zum nächstgelegenen Tierarzt zu bringen (falls vorhanden mit Resten des Köders – nur mit Plastiktüte anfassen – zur Bestimmung der Giftart). Es gibt leider keine Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Sie selbst durchführen können.

Symptome, die auf eine Giftköder-Vergiftung hinweisen können sind u.a.:

  • Hecheln
  • Röcheln
  • Würgen
  • Erbrechen und schäumendes Erbrechen
  • Bewegungs- und Koordinationsstörungen
  • verringerte Körpertemperatur
  • helle Mundschleimhaut
  • Muskelkrämpfe
  • Bewusstseinseintrübung
  • Nasenbluten
  • Muskelzittern
  • Blut im Stuhl und
  • Apathie.

Diese Symptome können auch erst nach 2 – 4 Tagen auftreten.

Zum Auffinden des nächstgelegenen Tierarztes gibt es eine gute Smartphone-App „VETFINDER“. Falls Sie eventuell keine Gelegenheit haben, Ihren Hund selbst zu transportieren, können Sie auch die Tierrettung Essen e.V. unter der Nummer 0163-3344114 anrufen- sie hat eine 24-Stunden-Rufbereitschaft.

Um dieses Szenario erst gar nicht zu erfahren, biete ich Ihnen ein spezielles Hundetraining zur Vorsorge an: zum Beispiel “Vorausschauendes Gassigehen” und Ihr Hund lernt bei mir draußen und von Fremden keine Leckerchen anzunehmen und/oder lernt „sein“ Leckerchen gegen „Ihr“ Leckerchen mit Freude einzutauschen. Damit erreichen Sie den größtmöglichen Schutz für sich und Ihren Hund.

Verfasst von Conni E. aus Essen
für

DogWalkerEssen
Jörg Müller

Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

Wenn Sie noch weitere hilfreiche Tipps haben, bitten wir Sie um einen Kommentar unter diesem Beitrag.


Hinterlasse einen Kommentar

Einsatz von Medikamenten im Training oder zur Unterdrückung von Angst

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich mir ein Hundetraining unter Vergabe von Medikamenten vorstellen könnte oder diese einsetzen würde.

Ich bin der Meinung:

Ursachen beseitigen statt Symptome medikamentös zu unterdrücken.

 In erster Linie sage ich „NEIN“ zu Medikamenten  beim Training oder zum Ruhigstellen.

Es gibt wohl Tierärzte, die Hunde gerne ruhig stellen, wenn die Besitzer mit ihren Hunden über Silvester nicht klar kommen, bzw. der Hund Angst bekommt. (wurde mir leider alles schon berichtet)

 Angefangen von  Valium über Diazepam und anderen Medikamente wie Schlafmittel ect.

Bitte versucht dieses nicht zu unterstützen.

Stellt euch einfach mal vor der Hund hat Angst und wird mit Medikamente ruhig gestellt.

Was passiert mit ihm? Wer kann sich sicher sein, dass er im Unterbewusstsein die Angst nicht weiter aufrecht verspürt,  nur mit dem Unterschied, dass er kommt nicht weg  kann um sich zu verstecken?

Es gibt die Möglichkeit auf andere Hilfsmittel zurück zugreifen:

Hier können homöopathische und pflanzliche  Mittel wie Globuli und Stockbottles und Rescue Tropfen zum Einsatz kommen. Diese sollen  unterstützen, aber NICHT als Ersatz für eine Behandlung sein. Dazu mehr weiter unten.

Wie jedes Medikament, Heilmittel ect, sollten diese nur zur Unterstützung verabreicht  werden. Solange die Ursache nicht behandelt wird, werden die Symptome nur überdeckt und man hat  nichts gewonnen.

Ein Training ist bei mir so ausgelegt, dass der Hund bei klarem Verstand ist und nicht in irgendeinem Dämmerzustand. Der Hund muss aufnahmefähig sein und das ist er nicht, wenn er  voller Medikamente ist.

Wie oben beschrieben, sind Medikamente  nur in Verbindung mit einem Tierarzt zu verabreichen und nur in AUSNAHMEFÄLLEN. Medikamente sind kein Ersatz fürs Training. Mein Motto ist eh, dass man einem Hund alles ab- und antrainieren kann!!

Globuli und Notfalltropfen können ein wenig helfen, dass Ängste etwas gemildert werden, aber sie werden dem Hund diese nicht nehmen. 

Notfalltropfen und  Rescue Tropen  haben in Studien wohl gezeigt, dass sie nur einen Placebo-Effekt haben und dieser funktioniert nur beim Menschen.

Auch Globuli sind  hilfreich und können zur Unterstützung gegeben werden, obwohl die Wirksamkeit beim Hund nicht wirklich nachgewiesen ist.

Genau das Gleiche gilt bei Schüssler Salze oder Stockbottels,

Ich will nicht behaupten, dass es nicht hilft, aber laut Studien ist es fragwürdig. (wir reden hier über die Wirkung bei einem Tier nicht bei einem Menschen)

Ich arbeite mit 2 Heilpraktikern zusammen, die mich bei meiner Arbeit mit den Hunden mit ihrem Wissen hilfreich unterstützen.

Ich finde als Alternative oder Unterstützung zur Schulmedizin, ein Hinzuziehen von Heilpraktikern als hilfreich und unterstütze diese Arbeit  auch. 

Bekanntlich ist eine ganzheitliche Behandlung – Körper/Geist/Seele – von großem Nutzen.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Wenn der Hund Angst vor Gewitter hat

Leben mit Hund

Der Himmel verdunkelt sich und in der Ferne ist dumpfes Donnergrollen zu hören:  Bei Gewitter können selbst die größten und kräftigsten Hunde zum zitternden Häufchen Elend werden.

Was tun, wenn sich der Vierbeiner versteckt, jault,vor Angst uriniert oder vor lauter Panik bellt? Hundehalter neigen dazu, die Fellnase zu trösten. Doch damit verstärken sie die Angst und beim nächsten Gewitter reagiert der Hund noch panischer. Durch tröstendes Streicheln wird die Fellnase in ihrer Reaktion bestärkt. Menschlich betrachtet könnte der Hund denken: „Wenn Frauchen/ Herrchen mit dieser Mitleidsstimme redet und eine jammervolle Körperhaltung einnimmt, muss Gewitter ganz furchtbar sein!“ Warum einige Hunde vor Gewitter (oder auch Feuerwerk) Angst haben, weiß man nicht genau. Bei manchen Vierbeinern lässt sich diese Angst nie komplett auflösen, doch dennoch kann man als Hundehalter dafür sorgen, dass diese Angst zumindest nicht größer wird.

Was tun, wenn Gewitter beim Hund Angst auslöst?

Wie oben bereits erwähnt, solltest Du…

Ursprünglichen Post anzeigen 595 weitere Wörter


Hundetrainer findet Leichenteile im Essener Wald

Tierkadaver einfach im Wald entsorgt?

In der näheren Umgebung des Deilbachtals in Kupferdreh machte ich am 20.10.2013 eine grausige Entdeckung. Zusammen mit einem Hund, den ich als Hundetrainer zur Resozialisierung mit mir führte, wurde ich wärend des Spazierganges auf einen starken Verwesungsgeruch aufmerksam. Als der Hund dann auch in diese Richtung wollte, habe ich mich zögerlich dorthin begeben.

Hundetrainer Essen Leichenteile

Beim Hundetraining in Essen Kupferdreh wurden Tierkadaver gefunden

Als ich näher kam, wurde der Gestank immer stärker. Dann sah ich plötzlich vor mir einen großen Haufen mit Innereien oder ähnlichem. Beim genauen hinsehen, habe ich sechs abgetrennte Füße gesehen, die wohl einen Paarhufer zuzuordnen sind. Bei der genauen Beobachtung des Tatortes fiel mir in einer kurzen Distanz ein weiterer Haufen mit undefinierbaren Körperteilen auf. Dieser Haufen lag wohl schon länger dort, denn er war übersäht mit Maden und Fliegen.

Da ich nicht genau wusste was es war, auch weder ein Kopf noch sonstige Knochen zu finden waren, beschloss ich, die Polizei zu verständigen. Diese kam auch nach einer kurzen Zeit, begutachtete und sicherte die Fundstelle oder den Tatort.

Satanismus oder illegale Schlachtung

Nachdem man mir einige Fragen gestellt hatten, sollte ich weiter gehen. Die Polizei sperrte das Stück um den Kadaver ab . Sie sprachen nochmal mit der Zentrale, aber leider wusste ich nicht, worum es ging. Auf Nachfragen von mir wichen sie immer wieder aus – einem anderen Beamten ist wohl herausgerutscht oder ich konnte annehmen, das er wohl von einem illegalen Schlachtfest ausginge. (Zu dem Zeitpunkt war auch das so genannte Zuckerfest – beim Zuckerfest werden wohl Tiere geschlachtet) Allerdings wurde auch über die Möglichkeit eines Satanismus-Rituals gesprochen.

Was den Beamten und mir merkwürdig vorkam, war das wieder Kopf noch Knochen zu finden war. Bei den Kadaver-Teilen lag lediglich ein Hanfseil, mit dem das “Kalb „ wohl festgebunden war.

Die Polizei machte Markierungen auf dem Boden und haben später alle Wanderer, Radfahrer und Spaziergänger so umgeleitet, dass sie nicht an den Fundort vorbeikamen. Ich habe mich dann in den Wald zurückgezogen und habe aus der Entfernung nur erkennen können, dass ein großer Wagen vorfuhr, zwei Männer in Schutzkleidung ausstiegen und erhebliche Mengen in großen Plastiktüten verstauten und nach ca. 1 h wieder weg fuhren. Vorher haben sie den Bereich sorgfältig und großflächig mit Kalk und anderen Sachen abgedeckt.

Weiterlesen