Jörg Müller | DogWalkerEssen | Hundetrainer in Essen | Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

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Ein Kommentar

Hunde und die Kastration

Kastration bei Hunden

Beitrag vom DogWalkerEssen – Hundetrainer in Essen

Dieses Thema ist wohl einer der häufigsten Streitthemen unter Hundebesitzern. Auch ich  will einmal die Pros und Contras der Kastrationen bei Hündinnen und Rüden ermitteln. Wir unterscheiden hier jedoch unter Hündinnen und Rüden da Gründe zur Kastration, Nebenwirkungen und Auswirkungen nicht immer übereinstimmen.

Beginnen wir mit dem weiblichen Geschlecht, den Hündinnen.

Verbesserte Hundehaltung

Einer der Hauptgründe der Besitzer für die Kastration ist das Vermeiden einer Trächtigkeit und die erleichterte Haltung des Hundes.  Auch aus medizinischen Gründen ist eine Kastration bei der Hündin besonders wichtig, da die Gebärmutter statistisch gesehen in jedem vierten Fall einen Mammatumor entwickelt, wenn erst nach der zweiten Läufigkeit oder gar nicht kastriert wurde. Und jeder zweite davon ist bösartig.

Unglaublicherweise kann das Risiko, dass ein Tumor wächst, auf 0,5% reduziert werden wenn man noch vor der ersten Läufigkeit kastriert. Man sollte sich also auch zum Wohle des Tieres überlegen, welche Entscheidung man trifft. Häufig wird also geraten, die Hündin vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren.

Ebenso das Risiko einer Scheinträchtigkeit verschwindet mit der Kastration vollständig. Somit entfällt dieses für Hündin und Halter unangenehme Verhaltensweisen, die auch die Arbeit eines Hundetrainers erschweren können, komplett.

Harninkontinenz als Folge der Sterilisation einer Hündin

Eine der wichtigsten Nachteile, nach einer Kastration, ist die Harninkontinenz/Harntreufeln. Dabei kann die Hündin ungewollt urinieren, was vor allem im Schlaf auftritt. Die Ursache ist das Fehlen von Geschlechtshormonen, welche auch für den Verschluss der Harnröhre notwendig sind. Nach der Kastration ist der Verschlussmechanismus geschwächt.

Auch kann es bei langhaarigen Hunderassen zu einem übermäßigen Wachstum des Wollhaares kommen.

Fazit der Hundekastration:

Vorteile

  • Die Kastration der Hündin reduziert das Krebsrisiko
  • Die Kastration der Hündin fördert angenehme Verhaltensweisen, z.B.: durch die Vermeidung von Scheinschwangerschaften

Nachteile

  • Durch die Kastration der Hündin kann Harn-Inkontinenz entstehen

Die Kastration eines männlichen Hundes

Weiter geht’s mit dem vermeintlich starken Geschlecht, dem Rüden. Oftmals werden Rüden aufgrund von aggressivem Verhalten kastriert. Die Gründe hierfür sind verschieden und sollten vorher ermittelt werden. In einigen Fällen sind es die Hormone, in anderen das allgemeine dominante Verhalten. In anderen wiederrum haben sich Fehler in der Haltung des Hundes eingeschlichen. So kann z.B.: eine Unterforderung den Frust des Rüden steigern.

Hundetrainer als Hilfestellung

Ist nun mithilfe eines professionellen Hundetrainers die Ursache geklärt und ein hormoneller Druck oder gar allgemein dominantes Verhalten ermittelt, ist eine Kastration sinnvoll, um dem Imponiergehabe entgegen zu wirken. Wichtig hierbei ist, je älter der Hund, desto tiefer ist er in seinem Verhalten verwurzelt.  Das heißt, sieht man Anzeichen früh genug, ist ein schnelles Eingreifen von höherem Erfolg.

Die heißt jedoch nicht, dass die Hundeerziehung nun beendet ist. Ein dominanter Hund braucht einen bestimmten und ruhigen Rudelführer. Dies zu sein, kann ihm ein Profi zeigen und wichtige Hilfestellungen als Hundebesitzer geben.

Mittlerweile gibt es die Möglichkeit des Hormonchips. Dabei wird die Kastration für 6 bis 12 Monate imitiert. Es kann helfen, muss aber nicht. Wer sich nicht sicher ist, kann es so erst einmal versuchen.

Medizinische Gründe wie Veränderungen an Prostata und Hoden werden hier nicht diskutiert. Das Wohl des Tieres geht immer vor.

Ein Nachteil ist, dass unkastrierte Rüden ein großes Verlangen haben, ihre Dominanz durch Besteigen dem kastrierten Rüden zu beweisen, da diese neutral und dadurch seltsam riechen. Das kann zu einem aggressiven Verhalten der Letzteren führen, weil wer will schon ständig bestiegen werden, wenn man selbst dominant ist? Somit nehmen die Hunde eine Abwehrhaltung ein. Nun ist der Halter in der Pflicht, dem Hund da raus zu helfen.

Fazit der Hundekastration beim Rüden:

Vorteile

  • Die Kastration des Hundes reduziert das aggresive Verhalten
  • Die Kastration des Hundes kann durch Hormonchips „getestet“ werden

Nachteile

  • Durch die Kastration des Hundes kann aggressives Verhalten auch ansteigen
  • Durch die Kastration des Hundes kann das Frustpontential ansteigen

Geschlechtsneutrale Auswirkungen der Kastration eines Hundes

Ein geschlechterneutraler Nachteil ist der gesteigerte Appetit nach der Kastration. Sollte dies nicht streng kontrolliert werden, kann Übergewicht die Folge sein.

Persönlich bin ich eher für das Pro, also Kastration. Aber nur dann, wenn der Status Quo für den Hund zu Qual wird und die Hormone das Denken übernehmen. Das verhinderte Verlangen der Fortpflanzung führt unweigerlich zu Frust. Denken sie einfach mal an ihren männlichen Partner, wenn sie mit dem Kegelclub im Urlaub sind. Er wird wochenlang abgehalten und das Wiedersehen wird ordentlich gefeiert.

Der Hund jedoch fristet dauerhaft. Soll nicht heißen, jeder Hund sollte entmannt (oder entfraut)  werden. Es gibt welche die kommen damit klar, aber man sollte nicht die Wirkung von Hormonen aus den Augen verlieren.

Es ist die Verantwortung und oberste Pflicht eines jeden Hundehalters, dem Hund ein möglichst sorgenfreies und stressfreies Leben zu ermöglichen. Somit sollte man immer überlegen, ob man bei einer Hündin das Krebsrisiko eingehen will, oder bei Rüden das hormongesteuerte Verhalten tolerieren kann.

Idee vom Dogwalkeressen / Umgesetzt  von A. Woyna für den

DogWalkerEssen Jörg Müller
Hundetrainer und Hundeschule
in Essen und Umgebung


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Diebstahl von Hunden

Hund geklaut – mal wieder …

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Hund entführt in Essen – Was ist zu tun?

„Kater vermisst, Hund vermisst“ .. solche Zettel hängen immer wieder und überall. An Laternen, Bäumen – wenn das Haustier, entflohen, weggelaufen oder ungewöhnlicher Weise länger wegbleibt als bisher.

Gestern erreichte mich mal wieder folgende Nachricht von einer Bekannten per Facebook:

Gestern wurde uns unsere Pflegehund Elli gestohlen in Essen –  an der Bäuminghausstraße. Wir gehen davon aus das der Hund sich Irgendwo in Altenessen befindet, mit großer Wahrscheinlichkeit in Begleitung eines Türken. Die alarmierte Polizei aus Essen geht davon aus das Elli zum Verkauf angeboten wird. Sie ist hüfthoch. sehr ängstlich, was laute Geräusche angeht, aber freundlich Menschen und Hunden gegenüber. Sie ist 7 Monate alt und auffällig dünn. Bitte teilen teilen teilen … (Zum Hinweis bei Ebay)

Das veranlasste mich zu einem Gedanken, wie man damit umgehen kann. OK – teilen per Facebook ist das eine, aber der grundsätzliche Umgang mit dem Thema ist  Aus welchen Gründen Tiere verschwinden, sei es einfach „nur“ entlaufen, verlaufen … oder gar der „gewerbsmäßige Diebstahl“, durch welche Bevölkerungsgruppe auch immer – will ich nicht diskutieren, bewerten oder vorschnell irgendwelche Urteile fällen – und würde mich auch freuen, wenn die Kommentare sich hierzu zurückhalten.

Was kann man tun, wenn der Hund verschwunden ist?

Auf meiner Webseite geht es ja vorwiegend um Hunde – bedauerlicherweise kommen ja auch viele Katzen, Kaninchen usw. nicht mehr wieder – aber auf der Seite eines DogWalkers für Hunde suche ich nach Hinweisen und Lösungen, die ich auch meinen Kunden anbieten kann, wenn die Frage auf mich zukommt, ohne dann erst mühsam zu recherchieren oder mit dem Tipp „Schauen Sie doch mal im Internet nach …“ zu kommen.

Richtiges Verhalten im Falle des Verlustes/Diebstahls

  • Polizei informieren (nur bei sicherem Diebstahl) – wichtige Daten wie Foto oder Chip-Daten des Hundes bereithalten
  • Netzwerke nutzen wie zum Beispiel Tierheime, Hundeforen,
  • Soziale Netze wie Facebook, Google+, …
  • Eine kostenlose Anzeige oder einen Aufruf schalten bei: EBAY-Kleinanzeigen, markt.de, …
  • Bei Facebook die Informationen zum Hunde-Diebstahl vollständig posten und um teilen bitten
  • Handzettel drucken und verteilen
  • … und vieles mehr (Eure Hinweise nehme ich hier gerne auf ..)

Was kann man tun, um Diebstahl zu verhindern?

Zunächst sollte man seinen Hund nicht unbeaufsichtigt lassen – aber das geht natürlich nicht immer. Und grundsätzlich kann man nicht davon ausgehen, das sofort der Hund gestohlen wurde. Manchmal kommt es auch vor, das „Witzbolde“ am Supermarkt die Leine lösen und den Hund erschrecken … und er findet sich hoffentlich wieder – Thema hier ist, wie man dem Diebstahl von Hunden verhindern kann und wie kann man diesem Fall vorbeugen ?

Welche Lösungen sind hilfreich und sinnvoll?

Zunächst muss ich sagen, das es sich hierbei nur um Lösungen handelt, die „ICH“ kenne und recherchiert habe. Aber ich bin davon überzeugt, dass viele auch andere Hundebesitzer Lösungen haben, die auch jedem Geldbeutel gerecht werden. Mittleweile gibt es Apps fürs Handy auf der Basis von GPS-Ortung mit allem drum uns dran – das brachte mich auf die Idee, die GPS Ortung präventiv, also vorbeugend zu nutzen. Das geht natürlich im Falle des bewussten Diebstahl eines Hundes nur, wenn es versteckt untergebracht werden kann – denn ein auffälliges Gerät am Halsband wäre natürlich das Erste, was ein Dieb im nächsten Mülleimer entsorgt. Daher mal ein kliner Hinweis vom DogWalkerEssen …

Hundehalsbank mit GPS für 159 Euro

Hundehalsband-Hundetrainer-Essen

Klein und unauffällig

GPS Tracker H-GT Mini AW . Ein Animaltracker im Hundehalsband, schnell, klein und einfach  – Oft wird nach einem Tracker für die liebgewonnenen Vierbeiner gesucht, doch oftmals scheitert es an Größe oder Funktionalität. In diesem Fall wurde der Mini – GPS Tracker in ein verstellbares Halsband eingebaut und bietet somit nun beispielsweise die Möglichkeit, immer zu wissen, wo Ihr Vierbeiner gerade ist, auch wenn Sie ihn gerade nicht sehen können. In seinem Inneren steckt kompetente Technik, die auf einen Anruf die Lokalisierung möglich macht … Die kleinste einstellbare Halsbandgröße beträgt 50 cm.

Mehr Informationen zum Hundehalsband finden Sie hier.

GEODOG® | Das Ortungshalsband

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Ist das eine Lösung zur Vermeidung vom Hunde Diebstahl?

Als besonderen Vorteil sehe ich neben dem unauffälligen Design  .. „Mit einem Tastendruck fragen Sie die Position Ihres Hundes ab und bekommen sie gleich in einer Karte angezeigt. Der Kartenausschnitt wird so positioniert, dass er automatisch Ihre Position und die der gesuchten Hunde zeigt. Starten Sie eine Suche, so werden sogar die Bewegungsprofile (Wegstrecken) der Hunde in die Karte gezeichnet. Hin und wieder ein Blick auf Ihr Smartphone genügt, denn die Positionen aktualisieren sich automatisch“ – Sicher, der Preis ist nicht für jeden geeignet, aber es kann erwartet werden, das solche Systeme zukünftig noch kleiner und erschwinglicher werden.

Zum GeoDog-Video geht es hier.

Zusammenarbeit – Wie geht’s weiter

Ich würde mich freuen wenn ich hier in den Kommentaren sinnvolle und interessante Lösungen erhalte – Haltet Euch bitte mit Beschimpfungen oder themenfremden Meinungen zurück – Ich behalte mir vor, solche Kommentare zu löschen. Aber tolle und sinnvolle Vorschläge nehme ich gerne in diesen Text auf – Und Eure Kommentare sind dauerhaft hier besser untergebracht, als in irgendeinem Facebook-Profil, das nach einiger Zeit verschwindet.

Also, nur zu ..

Euer DogWalkerEssen
Jörg Müller


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Recht – Hunde auf Waldwegen

Hunde dürfen auf NRW-Waldwegen ohne Leine laufen

Information von Hundetrainer Dogwalker Essen

Münster/Hilden (lnw). Hundebesitzer in Nordrhein-Westfalen dürfen ihr Tier auf Waldwegen ohne Leine laufen lassen. Städte und Gemeinden können dort keinen Leinenzwang erlassen, entschied das Oberverwaltungsgericht in Münster. Das berichtete am Donnerstag ein Gerichtssprecher und bestätigte einen Bericht. Dem Urteil zufolge müssen Hunde keine Leine tragen, solange sie den Weg nicht verlassen (Az.: 5 A 2601/10). – Quelle NW-News