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Problemhunde

Problemhund Kampfhund…oder ist der Mensch das Problem?

Dank Aufbauschung von Medien und politischen Gesetzen hat das Image einiger Hunderassen gravierend gelitten. Sogenannte Kampfhunde gelten als von Natur aus bissig und werden als gefährlich eingestuft. Plötzlich wurden manche Rassen automatisch zu Problemhunden. Viele Erfahrungen von Hundehaltern solcher Rassen und Studien belegen jedoch das Gegenteil.

Was ist denn überhaupt ein Kampfhund?

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Pitbull Studie – American Temperament Test Society, Inc.

Allgemein werden als Kampfhund Rassen wie Pitbull, Bullterrier oder Amercian Staffordshire Terrier bezeichnet. Seitdem immer wieder Horrormeldungen über Beißattacken in den Medien kursieren, friert den meisten Bürgern schon beim Anblick einer solchen Rasse das Blut in den Adern ein. Wikipedia beschreibt den Kampfhund folgendermaßen: „Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet. Später wurden speziell für den Tierkampf einige klar voneinander abgetrennte Hunderassen gezüchtet, bei deren Nachfolgern heutzutage jedoch in den offiziellen Zuchtlinien die besondere Tierkampfeignung nicht mehr zu den Zuchtzielen zählt…“.

Weiter unten im Text von Wikipedia werden die Voraussetzungen der Hunde beschrieben, die im 18. und 19. Jahrhundert zu Hundekämpfen zugelassen wurden: „Die Hunde durften während eines Hundekampfes keinerlei Aggressivität gegenüber Menschen zeigen („Zuverlässigkeit“), da sich bei einem regulären Kampf drei Menschen (ein Schiedsrichter und zwei Sekundanten) mit in der Kampfarena befanden und die Hunde auch während der Kämpfe angefasst und hochgehoben werden mussten…“.

Die Hunde konnten also sogar während eines Kampfes von einem Menschen angefasst werden! Heute werden sogenannte Kampfhunde oftmals in Familien gehalten und in den USA gelten beispielsweise American Pitbull Terrier als beliebte Hunderasse. Das mit ihnen ein echtes Mensch-Hund-Team möglich ist beweist schon der Fakt, dass Pitbulls in Amerika zu Rettungshunden ausgebildet werden.

Studien zur Angriffslust von Hunderassen

Es stehen mittlerweile mehrere Studienergebnisse zur Verfügung, die aufzeigen, dass die Überzeugung von der Gefährlichkeit der Kampfhunde ein Mythos ist. Zum Beispiel führt die amerikanische Organisation ATTS (American Temperament Test Society, Inc.) verschiedene Temperamenttests durch. Über das Temperament von Pitbulls konnte sich Carl Herkstroeter (ATTS-Vorstand) sehr positiv äußern. Keiner dieser rund tausend Pitbulls wiesen Aggressionsprobleme vor. All diese Hunde waren, laut Herkstroeter, ausgeglichen, stabil und konnten mit Kindern gut umgehen.

Forscher der School of Veterinary Medicine in Pennsylvania befragten tausende Hundehalter. Das Ergebnis mag so manchen Kampfhundgegner verblüffen: Keine Kampfhundrasse stand auf Platz Eins der aggressivsten Hunden, sondern der Dackel greift mit Abstand am häufigsten Menschen an.

Problem Hund oder Problem Mensch?

Als Fazit kann gesagt werden, dass aus jedem Hund ein gefährlicher Vierbeiner gemacht werden kann. Ein sogenannter Kampfhund ist nicht von Natur aus bissig. Faktoren wie fehlende Sozialisierung, falsche Erziehung und Umfeld des Hundes, spielen bei der Aggressivitätsentstehung eine Rolle. Zum Problemhund kann auch der Pudel werden, wenn er falsch behandelt wird.