Jörg Müller | DogWalkerEssen | Hundetrainer in Essen | Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

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Ein Kommentar

Depressionen bei Hunden … durch Überfürsorge?

Agility, Hundetraining, Psychologie & Co.

„Wir wollen Agility machen, nicht der Hund“ (Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik)

Auszug aus einem
Gespräch mit Fragen an den
Vorsitzenden des Berufsverbandes
der Hundepsychologen, Thomas Riepe

 

Ständig jammern die Menschen über Burnouts oder Depressionen, alles sei so anstrengend. Für Hunde muss es doch viel schlimmer sein: Verkehrslärm, ewiger Erziehungsterror, allgemeine Fremdbestimmtheit. Sie sind Hundepsychologe, gibt es mehr depressive Hunde als früher?

Ja, die Depressionen haben in den letzten Jahren sehr zugenommen.

Woran liegt das?

Vor allem an den Erziehungsmethoden. Ein Hund müsste eigentlich ein wesentlich lockereres, entspannteres Leben führen als das, was wir ihm heute bieten. Aber wir wollen, dass er funktioniert. Damit die Nachbarn nicht sagen können: Der Hund ist ja unerzogen.

Warum lässt man den Hund nicht einfach Hund sein?

Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr zum Perfektionistentum. Der Mensch lebt nur noch von Tipps. Ich saß mal beim Arzt und schlug eine Zeitung auf – da gab es Tipps, wie man sich im Winter anziehen muss. Da war ein nackter Mensch abgebildet, und daneben waren die Kleidungsstücke gezeigt, die er anziehen muss: Unterwäsche, T-Shirt, Pullover, Mantel und so weiter. Das empfand ich als äußerst lächerlich und fing an zu schmunzeln. Aber die Dame neben mir sagte: Wissen Sie denn, wie man sich richtig anzieht? Ich sagte: Ganz einfach, warm. Genauso ist es mit den Hunden. Da bellt mal einer, und gleich werden tausend Tipps gegeben, was zu tun ist. Überall Tipps, Tipps, Tipps. Man will einen perfekten Hund, damit überfordert man das Tier.

Gibt es in der Hundepsychologie den Begriff „Helikopter-Herrchen“ – für Besitzer, die überfürsorglich um ihr Tier kreisen?

Das sagt man nicht direkt, aber man könnte es durchaus tun! Die Hundeerziehung und die Kindererziehung ähneln sich in diesen Fragen sehr stark. Kinder werden meines Erachtens auch zu viel gestresst. Die haben einen strafferen Terminkalender als die Eltern. Und die Hunde haben genauso einen Terminkalender.

Gibt es Rassen, die von Natur aus eher entspannt sind?

Ja, die alten Rassen. Zum Beispiel Spitze, die sind recht stressresistent. Pudel – sehr gute Rasse, sehr ausgeglichen. Schnauzer. Empfindlicher sind die Moderassen: Border Collie, Rhodesian Ridgeback.

Wie kann man Hunde-Depressionen vorbeugen?

Am besten wäre es, wenn Hunde einen ganz normalen Tagesablauf hätten. Ich habe Straßenhunde in Indien und Afrika beobachtet, Wölfe und Wildhunde, und die führen eigentlich alle das gleiche Leben.

Und zwar?

In erster Linie durchwandern die ihr Revier. Sie hetzen nicht herum, wie wir ihnen das aufzwingen, wenn wir sie ans Fahrrad hängen. Sie schnüffeln. Das Gehirn wird stark angestrengt, gar nicht mal so der Körper.

Also warum der ganze Quatsch mit Agility und so was?

Weil wir selbst uns wohlfühlen wollen auf Kosten des Hundes. Wir wollen Agility machen, nicht der Hund. Agility kann man dosiert machen, aber nicht ständig und nicht mit den Hunden, mit denen es meistens gemacht wird: Border Collies und Jack Russell Terrier.

Sind Depressionen bei Hunden immer von Menschen verursacht?

Ja, das beobachtet man in der Natur eigentlich nicht, weil die Tiere da Maßnahmen treffen können, die ihnen raushelfen. Unter Wölfen kann es sein, dass sich zwei nicht ganz grün sind. Dann lässt der Schwächere das aber nicht über sich ergehen, sondern er geht dem Stressor aus dem Weg. Der Hund hat das Problem, dass er bei uns lebt. Wir pushen ihn ständig und erziehen ihn nach Schema F.

Dabei will er nur ruhig vor sich hin leben.

Ja – und auch mal Artgenossen treffen. Aber auch da machen wir viel falsch. Wir schicken ihn auf die Spielwiese.

Da sind bestimmt auch richtig gestörte Hunde.

Ja, die sind nicht alle vernünftig sozialisiert. Kann sein, dass der eigene Hund da gemobbt wird, aber er muss ja da drauf, er kann dem Ganzen nicht entkommen, wie es der Wildhund könnte, der da nie hingehen würde. Darum wichtig: stabile Kontakte zu befreundeten Hunden. So, wie wir auch Freunde haben, die wir einschätzen können.

Mehr aus dem Interview findet ihr hier unter

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gespraech-mit-einem-hundepsychologen-wir-wollen-agility-machen-nicht-der-hund-12156340.html

Euer
DogWalkerEssen

Jörg Müller

 

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Berliner Kurier: Beißstatistik

Fast 300 Menschen von Hunden gebissen

In Potsdam/Brandenburg sind sind im vergangenen Jahr 292 Menschen von Hunden gebissen und verletzt worden. Wie aus der Beißstatistik des Innenministeriums in Potsdam hervorgeht, gehörten zu den Vierbeinern, die am häufigsten zuschnappten, Deutsche Schäferhunde (41), Labrador Retriever (19) und Dackel (11) sowie Mischlinge (48), deren Rasse nicht festgestellt werden konnte.

Der Artikel ist nicht sehr umfangreich und qualifiziert, heizt aber im Wesentlichen die Stimmung an. Vor allem das Resümee hat mich etwas entsetzt:

Auf die Erziehung des Hundes kommt es an. Da kann man viel falsch machen“, sagte Heiko Anton vom Internationalen Hunde Verband. Egal ob Dackel oder Dogge – jeder Hund brauche klare Regeln. Fehlten die, dann reagiere das Tier mit Stress und beiße auch mal zu. In dieser Hinsicht sei eine strenge Hand besser als gut gemeinte Kuschelpädagogik„.

Ob der Vertreter vom Verband richtig zitiert wurde, kann nicht überprüft werden. Den vollständigen Artikel erreicht über den nachfolgenden Link.

http://www.berliner-kurier.de/brandenburg/beissstatistik-fast-300-menschen-von-hunden-gebissen,7169130,26963498.html

 

 

 

 

 

 


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Leinenzwang, Hundeführerschein und Co

Hundehaltung kann sich manchmal ohne Hundeerziehung problematisch gestalten und einen Hundeführerschein zur Auflage machen. Vor allem wenn der geliebte Vierbeiner eine Leinenaggression hat und einer Rasse angehört, die nicht gerade beliebt ist, wie die Stafford Terrier, aber auch Rottweiler und Pitbulls. Das sind nicht selten Rassen, die Angst und Schrecken verbreiten und darum eine Hundeerziehung nach sich ziehen. Für diese Rassen wird in der Regel ein Hundeführerschein verlangt. Aber auch Leinenzwang wird verhängt. Dabei ist eine konsequente Erziehung schon die halbe Miete.

Der Hundeführerschein

Das ist ein Befähigungsnachweis, für Hundehalter der mindestens eine praktische Prüfung zur Führung eines Hundes beinhaltet. Es kann aber auch ein zusätzlicher Sachkundenachweis erforderlich sein wobei der Hundeführerschein beinhaltet, das der Besitzer seinen Hund im Alltag unter Kontrolle hat und der Hund auch auf die Anweisungen seines Besitzers ohne Leinenzwang hört. Auch gilt außer einem Hundeführerschein auch noch Leinenzwang der eingehalten werden muss wenn der Hund auffällig geworden ist. Es gibt aber viele Hunde, die gerade eine Leinenaggression aufzeigen, wenn ein anderer Hund mit Leinenzwang an ihnen vorbeiläuft. Dann werden sie geradezu verrückt und gebärden sich auf eine unglaubliche Art. Dafür ist der Hundeführerschein und die Hundeerziehung hilfreich.

Leinenzwang

Leinenzwang gilt Hauptsächlich in der Stadt, in Wohngebieten und auch in der Nähe von Kinderspielplätzen. Leinenaggression ist meistens bei potenten Rüden der Fall, wenn kein Leinenzwang bestehen würde, dann wären diese Rüden weniger aggressiv. Mit einer Hundeerziehung durch eine Hundeschule oder einen „Hundeflüsterer“ kann man dem Hund aber dieses Verhalten abgewöhnen. Damit wird jeder Hund auch den Hundeführerschein bestehen und auch das Herrchen wird keine Probleme haben. Mit einer kompetenten Hundeerziehung wird auch die Leinenaggression verschwinden und mit etwas Glück kann man dann auch den Leinenzwang umgehen. So Hat der Hund nach der Hundeerziehung auch die Möglichkeit sich auszutoben.

Hundeerziehung

Hundeerziehung ist das A&O, damit der Hund dem Leinenzwang entgeht und auch keine Leinenaggression entsteht. Dann muss auch kein Hundeführerschein gemacht werden. Die Hundeerziehung bietet viele Vorteile. Leinenaggression ist dem Hund leicht abzugewöhnen, denn eine solche Leinenaggression ist ein typisches Angeberverhalten unter Rüden. Die Leinenaggression ist daher zu erziehen.

 


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Therapiehunde

Therapiehunde – ein Beitrag für’s Leben

Dich interessiert, was genau eigentlich hinter dem Oberbegriff „Therapiehund“ steckt?

Hundetrainer-Hundeerziehung-Therapiehund-4

Therapiehunde

Hier findest Du wertvolle Informationen, die Dir gegebenenfalls weiterhelfen, in Deiner gezielten Hundeausbildung darüber nachzudenken, den von Dir angeschafften Hund zum Therapiehund ausbilden zu lassen.

Ein Therapiehund ist ein Haushund, dessen Wesen bzw. Talent ganz gezielt dazu verwandt und ausgebildet wird, bei medizinischen, psychischen oder körperlichen Leiden zu unterstützen.

Er unterscheidet sich nicht wesentlich von Deinem ohnehin schon treuen Begleiter und Freund. Er hat lediglich eine weitere Ausbildung dazu genossen, Dich oder aber ein Familienmitglied bzw. Patienten bei einer oder mehrerer der vorgenannten Erkrankungen zu unterstützen.

Gezielte Hundeerziehung / Hundeausbildung macht es möglich, den Menschen bei einer Vielzahl von Erkrankungen zu begleiten. Wir denken in erster Linie natürlich an den sogenannten „Blindenhund“, der eine ganz gezielte und spezielle Hundeausbildung genossen hat.

Der Labrador als Therapiehund

Therapiehunde sind anders

Doch es gibt viel mehr. Ein an Down-Syndrom erkranktes Kind zum Beispiel kann lernen, Beziehungen aufzubauen. Ein Autist findet einen wahren Freund, weil Du die Möglichkeit hast, im Zuge der Hundeerziehung Deinen Hund dazu zu bringen, zu kommunizieren. Er wird es auf seine Weise tun – gerade im Hinblick auf die an Down-Syndrom erkrankten Menschen und Autisten ist es ganz wichtig, durch gezielte Hundeausbildung den Hund zu einer gewissen Form von Ruhe und Gelassenheit zu erziehen.

Der Hundetrainer oder aber auch der jeweilige Züchter, der das Potential in dem jeweiligen Hund schon im Welpenalter entdeckt, wird dieses durch die entsprechende Hundeerziehung bzw. Ausbildung und Förderung des Talents entsprechend steuern können.

Therapiehunde werden neben der Ausbildung zu Blindenhunden gezielt über ihre Ausbildung in vielfältigen Bereichen des Gesundheitswesens eingesetzt:

So zum Beispiel als Besuchshund unter entsprechender Führung oder Begleitung des Hundetrainers in Altenheimen, Seniorenwohnstätten oder aber auch Kindergärten für geistig und / oder körperlich behinderte Kinder.

Welche Hunderasse eignet sich besonders?

Als besonders gelehrig, arbeitswillig und geeignet hält der Großteil der Hundetrainer / Hundeausbilder die Rassen des Labrador-Retrievers oder aber auch Golden-Retrievers. Sie sind dankbare und lernwillige Tiere, die sich mit ihrem Wesen vor allem dadurch auszeichnen, besonders feinfühlig und gelehrig zu sein, so dass sie die jeweilige Ausbildung mit ihrem Hundetrainer als willkommene Abwechslung und Spaß betrachten.

Dass der Hundetrainer hier auch dem Hund einen großen Gefallen tut, spricht für sich selbst, denn nur ein ausgeglichener und gut ausgebildeter Hund wird auch seinem Besitzer Freude bereiten. Meist ziehen jedoch die Absolventen der Hundeausbildung direkt zum jeweiligen Patienten, was aber nicht zwingend der Fall sein muss.

Therapiehunde – eine besondere Züchtung?

Glücklicherweise haben sich einige Züchter und Hundetrainer darauf spezialisiert, ihre Hunde bzw. die Hunde ihrer jeweiligen Würfe gezielten Tests zu unterziehen, so dass der Hund meist im Kennel des Züchters verbleibt oder in die Familie eines Hundetrainers vermittelt wird, um dort seine spezielle Hundeausbildung zu genießen. Der Züchter kann den Welpen sodann gezielt als Therapiehund vermitteln.

Das besondere Augenmerk legen die Hundetrainer und Züchter meist auch hierauf, dass der angehende Therapiehund seinen künftigen „Patienten“ bereits als Welpe kennen lernt und manche Trainings gleich auf den jeweiligen Menschen abgestimmt werden, um besondere Merkmale des Therapiehundes und seines neuen menschlichen Patienten gezielt zu trainieren.

Der reißende Fluss wird gewalttätig genannt,aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig. (Bert Brecht)

 

Text von Sandra La für

DogWalkerEssen
Jörg Müller

Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

Wenn Sie hierzu eine persönliche Meinung haben, bitten wir Sie um einen Kommentar unter diesem Beitrag.

 


 

Therapiehunde

.. ein Beispiel aus dem Leben.

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Ein Kommentar

SOKA Freunde NRW

Freunde von „Kampfhunden & Co“

SokaFreunde

Kampfhundefreunde NRW

Unter der Abkürzung „Soka“ verbirgt sich der Begriff „Sogenannter Kampfhund“.

Dank der Boulevardpresse & der aufgesprungenen Politik begann im Jahr 2000 nach einem schrecklichem Vorfall in Hamburg deutschlandweit eine Hetze und Diskriminierung bestimmter Hunderassen und deren Halter.

Grundlegend handelt es sich um diverse Rassen und deren Kreuzungen wie z.B. American Staffordshire Terrier, Bullterrier, American Bulldog, Rottweiler und noch weitere. Lt. der bestehenden Gesetzeslage wird unterschieden zwischen den gefährlichen Hunden (§3 z.B. Am.Staff., Standard Bullterrier) und Hunden bestimmter Rassen (§10 z.B. Rottweiler).

Die Anschaffung und Haltung eines dieser rassenzugehörigen Hundes unterliegt, abhängig je nach Bundesland, diversen Auflagen, die zwingend zu erfüllen sind. Da wir der Ansicht sind, dass der Begriff „Kampfhund“ durch die Geschichte anderweitig geprägt wurde, lehnen wir diesen missverständlichen „Titel“ ab und verwenden lieber, aufgrund der bestehenden Rasselisten, den Begriff „Listenhund“.

Wer sind wir und wofür setzen wir uns ein?

Alles begann Ende 2008 in Düsseldorf am Rheinufer.

Eine kleine Gruppe von betroffenen Privatpersonen schlossen sich zusammen, um bei einer friedlichen Demonstration auf die vorhandene Diskriminierung durch die Vorurteile und Benachteiligungen in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Seitdem organisieren wir jährlich die Demonstrationsveranstaltung „Soka Run NRW“ in Düsseldorf.

Kurz nach dieser Demonstration schlossen sich bundesweit mehrere Personen zusammen und gründeten den Verein „Soka Run e.V.“, welcher deutschlandweit agiert.
Da wir hier in Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland sind, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, speziell über das Landeshundegesetz NRW (LHundG) aufzuklären und zu beraten.

Unser Hauptaugenmerk liegt neben der Organisation und Durchführung des „Soka Run NRW“ in Informationsständen auf diversen Hundeveranstaltungen (z.B. Messen, Tierheimfeste usw.). Dabei ist uns das Gespräch mit nicht betroffenen, dadurch unwissenden und durch die Medien geprägten Personen wichtig, um sie auf die Schicksale der zu Unrecht vorverurteilten Hunde und ihrer Halter, aufmerksam zu machen.Des Weiteren leisten wir Hilfestellung bei sämtlichen Fragestellungen rund um den Hund und dessen Anschaffung, Haltung und bei Gesetzesfragen.

Auf unseren „Gassi Treffen und Runs“ wollen wir ein positives Bild der betroffenen Mensch – Hunde – Teams vermitteln und der Öffentlichkeit zeigen, dass auch wir nicht anders als alle anderen sind. In den letzten Jahren haben sich uns viele nicht betroffene Personen angeschlossen, um ihre Solidarität zu diesen wundervollen Rassen zu bekunden.

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Ein Kommentar

Der Minibullterrier. Cleo, Liebe und andere Hindernisse

Der Mini-Bullterrier gleicht in der Herkunft der Rasse des Bullterriers.

Bereits 1821 gab es erste Aufzeichnungen in Bezug auf die Züchtung dieser Rasse.

Das um 1850 durch James Hinks angestrebte Zuchtziel bei dieser Rasse war das so genannte „Badger-Baiting“ (Dachse ziehen) oder  „Rat Killing“ (Ratten Tötung).  

Missbraucht wurde diese Rasse jedoch bedauerlicherweise für Hundekämpfe, da sich die Menschen daran ergötzten, dass dieser Hund „nicht aufgibt“.

(„Bei Kämpfen zwischen Bullterriern fließt Blut, denn jedem Kampf geht eine fürchterliche Beisserei voraus, bis es dem einen der Kämpfenden gelingt das Plätzchen an der Kehle zu fassen, was für den, der sich diese Blöße gab, „Tod“ bedeutet.“ [STREBEL, 1903] „ – Quelle: Wikipedia.)

Der Mini-Bullterrier ist erst seit Juli 2011 im FCI als Standard anerkannt, die FCI folgte somit dem britischen Vorbild.

Der Mini-Bullterrier ist wie sein „große Bruder“ sehr kräftig gebaut und muskulös. Der Körperbau wirkt insgesamt sehr robust und harmonisch. Der „kleine“ Bullterrier wirkt außerdem sehr aktiv und zeigt einen entschlossenen und intelligenten Ausdruck. Ein typisches Merkmal dieser Rasse ist laut Rassestandard das „downface“ (Bananennase) und der eiförmige Kopf mit der langen Schnauze und dem starken Gebiss. Ebenfalls auffällig: Unabhängig von der Größe sehen Rüden sehr maskulin… und Hündinnen sehr feminin aus.

 

Meine liebe zu diesen Hunden  habe ich vor über 10 Jahren, durch meine damalige Freundin, welche einen Staffordshire-Terrier hatte und ich einen Schäferhund-Mix entdeckt…da ihr Stafford-Terrier noch den Wesenstest machen musste , bin ich mit ihr und meinem Hund mit zum Übungsbetrieb gegangen und habe dort mit Bullterriern den ersten Kontakt gehabt und ihren Charakter und ihre „Eigenarten“ kennengelernt.

 

Nach einer „Kuschelstunde“ mit dem Bullterrier unserer Übungsleiterin, bei einem privaten Besuch dort, habe ich mich in diese Rasse verliebt. ….

 

Bullterrier sind absolut menschenbezogene Hunde und wollen „ihrem Menschen“ einfach nur gefallen….die absoluten „Schmuse-Hunde“…und was besonders wichtig ist: Sie sind sehr kinderlieb, weshalb sie auch u.a. „Nanny-Dogs“ genannt werden…

Natürlich müssen Bullis, wie alle anderen  Hunderassen auch, körperlich und geistig  ausgelastet werden.

 

Leider erntet man, dank „Bild-Zeitung“ und anderer Medien teilweise immer noch misstrauische Blicke und dumme Sprüche, wie…“das ist doch ein Kampfhund“… Ich verschone an dieser Stelle mit weiteren Problemen meines Alltages.

 

Diese Hunde, genauso wie Pit, Staff und Co. sind einfach nur liebe und verschmuste Tiere.

 

Im Oktober letzten Jahres kam dann Cleo zu mir…Der absolute „Glücksgriff“, sie war ein ein „Rückläufer“ und eroberte sofort mein Herz.

Wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass ein Bullterrier ( auch „Mini´s“) als „Anfängerhund“ nicht so geeignet sind.

In jedem Falle sollten sich interessierte Menschen ausgiebig mit dem Wesen dieser Rasse auseinander setzen und möglichst bereits Hundeerfahrung mitbringen – bestenfalls bereits auch Erfahrungen mit charakterstarken Hunden.

Ich liebe meinen Hund…..sie ist immer gut gelaunt….spürt , wenn es mir nicht gut geht…versteht sich mit ihren Artgenossen und mag alle Menschen..  Es sei denn, es ist dunkel, da kommt dann doch der „Schutztrieb“ durch …

Aber  es ist schon etwas dran an dem Spruch…..“Es gibt Hunde und es gibt Bullterrier“.

Oder ,was auf mich zutrifft:….“Einmal „Bulli….immer Bulli………!!!!

 

…mit freundlicher Genehmigung von ©Manni Geißler

https://www.facebook.com/manni.geisler

https://www.facebook.com/pages/Dark-Cleopatra-from-the-Sun-of-Epona/1379306975637264?fref=ts

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Paul, unser Hovawart

Der Hovawart-Schäferhund-Mix „Paul“ ..

Unser Pauli. Der kam zu uns wie der Klassiker in der „Familie-sucht-Hund“ Geschichte – nämlich zu Weihnachten 2007. Ausgerechnet.

Eigentlich war Paul der klassische Zweithund. In der Familie gabs schon einen ständig nervösen Westfalenterrier, von dem meine Tochter Besitz ergriffen hat. Sie brachte ihm „Sitz-Platz-Rolle machen“ bei und die anderen üblichen Kunststücke. Eigentlich toll, nur der Hund war irgendwie auch ein ständiger Unruhe-Herd, der bei jedem Geräusch aufsprang, ständig zwischen den Beinen rumlief – kurzum: Alle hatten einen erhöhten Blutdruck. Bis ein Arbeitskollege meiner Frau den entscheidenden Tipp gab.

„Ihr braucht einen 2. Hund, der ruhig & gelassen ist“

„Tolle Idee“, dachte ich damals, noch ein Hund … es drohte animal hording, denn Hasen und Farbmäuse waren ja auch schon da. –  Kaum wurde dieser Geniestreich an die große Glocke gehängt, begann eine Suche nach DEM Hund bis in die tiefe Nacht.  Alle waren aktiv dabei – nur ich war weniger begeistert. Zwei Hunde, was für ein Quark … aber es schien aussichtslos, denn nach wenigen Tagen wurde das Bild von einem Puschel-Welpen entdeckt, der völlig verdreckt aus einem selbstgegrabenen Loch guckt. Liebe auf den ersten Blick .. was nun? Alle vergiften in der Familie? Ausziehen? Kündigen? Fliehen?

Nun denn, 4, 3, und 2 Tage vor Weihnachten wurden dem Tierheim Duisburg Besuche abgestattet, bis ich es nicht mehr zu verhindern wußte. Und somit kam ich am 23.12.2007 zum zweiten Hund. Ich – der sich  immer über Leute schlappgelacht habe, die Heilig Abend mit so einem Haarfell an der Leine zum ersten Mal Gassi gingen … Nun stand ich selbst da.

Der buddhistische Hund

Hovawart-Schaeferhund-Essen-Paul

Ruhig isser ja …

Nun denn. Ruhig war er ja. Nur der kleine Terrier nicht, aber das sollte sich ändern … so leider erst ca. nach 1,5 Jahren. Da entdeckte Paul, das Größe auch was ausmacht und sich von der kleinen Terrierdame nix mehr vormachen ließ. Einmal kurz die neuen Verhältnisse geklärt, danach wurde auch der Westfalenterrier ruhiger, denn es gab nix mehr aufzumischen.

Oder lag es daran, das der Kleine Hund schon so 12 Jahre alt war? Mittlerweile war es auch wurscht.

Ich kann nur sagen, das der Pauli ein guter Griff war. So ein Hovawart / Schäferhund – Mix kann ich nur empfehlen. Der hat die Ruhe weg, liegt ständig unter dem Schreibtisch, passt sich gut an und macht so einiges mit. Ein Schmusehund für die Kinder als Sie noch jünger waren, später ein guter Aufpasshund, als die Kinder mit 16 mal den Hund mitnahmen und heute mit 6 Jahren echt ein treuer Freund. Ich bin eigentlich nicht so ein Hundetyp, aber ich möchte nicht drüber nachdenken, was einmal ist, wenn „Er“ nicht mehr ist. Und wenn überhaupt nochmal ein Hund, dann ein Hovi …. mit irgendwas.

Welche Hundeerziehung heilt einen Rotzlöffel?

Mit dem Hund also alles vollkommen O.K. …. Alles OK ?? – Nein, das mit dem Spazierengehen war da so eine Sache. So abends mal in den Biergarten, oder mal eine entspannte Runde durch ein Einkaufszentrum, an den See oder sonstwohin, wo andere Hunde waren. Das war irgendwie immer etwas sehr anstrengend.

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Problemhunde

Problemhund Kampfhund…oder ist der Mensch das Problem?

Dank Aufbauschung von Medien und politischen Gesetzen hat das Image einiger Hunderassen gravierend gelitten. Sogenannte Kampfhunde gelten als von Natur aus bissig und werden als gefährlich eingestuft. Plötzlich wurden manche Rassen automatisch zu Problemhunden. Viele Erfahrungen von Hundehaltern solcher Rassen und Studien belegen jedoch das Gegenteil.

Was ist denn überhaupt ein Kampfhund?

Hundetrainer-Essen-Kampfhund

Pitbull Studie – American Temperament Test Society, Inc.

Allgemein werden als Kampfhund Rassen wie Pitbull, Bullterrier oder Amercian Staffordshire Terrier bezeichnet. Seitdem immer wieder Horrormeldungen über Beißattacken in den Medien kursieren, friert den meisten Bürgern schon beim Anblick einer solchen Rasse das Blut in den Adern ein. Wikipedia beschreibt den Kampfhund folgendermaßen: „Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet. Später wurden speziell für den Tierkampf einige klar voneinander abgetrennte Hunderassen gezüchtet, bei deren Nachfolgern heutzutage jedoch in den offiziellen Zuchtlinien die besondere Tierkampfeignung nicht mehr zu den Zuchtzielen zählt…“.

Weiter unten im Text von Wikipedia werden die Voraussetzungen der Hunde beschrieben, die im 18. und 19. Jahrhundert zu Hundekämpfen zugelassen wurden: „Die Hunde durften während eines Hundekampfes keinerlei Aggressivität gegenüber Menschen zeigen („Zuverlässigkeit“), da sich bei einem regulären Kampf drei Menschen (ein Schiedsrichter und zwei Sekundanten) mit in der Kampfarena befanden und die Hunde auch während der Kämpfe angefasst und hochgehoben werden mussten…“.

Die Hunde konnten also sogar während eines Kampfes von einem Menschen angefasst werden! Heute werden sogenannte Kampfhunde oftmals in Familien gehalten und in den USA gelten beispielsweise American Pitbull Terrier als beliebte Hunderasse. Das mit ihnen ein echtes Mensch-Hund-Team möglich ist beweist schon der Fakt, dass Pitbulls in Amerika zu Rettungshunden ausgebildet werden.

Studien zur Angriffslust von Hunderassen

Es stehen mittlerweile mehrere Studienergebnisse zur Verfügung, die aufzeigen, dass die Überzeugung von der Gefährlichkeit der Kampfhunde ein Mythos ist. Zum Beispiel führt die amerikanische Organisation ATTS (American Temperament Test Society, Inc.) verschiedene Temperamenttests durch. Über das Temperament von Pitbulls konnte sich Carl Herkstroeter (ATTS-Vorstand) sehr positiv äußern. Keiner dieser rund tausend Pitbulls wiesen Aggressionsprobleme vor. All diese Hunde waren, laut Herkstroeter, ausgeglichen, stabil und konnten mit Kindern gut umgehen.

Forscher der School of Veterinary Medicine in Pennsylvania befragten tausende Hundehalter. Das Ergebnis mag so manchen Kampfhundgegner verblüffen: Keine Kampfhundrasse stand auf Platz Eins der aggressivsten Hunden, sondern der Dackel greift mit Abstand am häufigsten Menschen an.

Problem Hund oder Problem Mensch?

Als Fazit kann gesagt werden, dass aus jedem Hund ein gefährlicher Vierbeiner gemacht werden kann. Ein sogenannter Kampfhund ist nicht von Natur aus bissig. Faktoren wie fehlende Sozialisierung, falsche Erziehung und Umfeld des Hundes, spielen bei der Aggressivitätsentstehung eine Rolle. Zum Problemhund kann auch der Pudel werden, wenn er falsch behandelt wird.


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Der Labrador Retriever

Eine Rassebeschreibung und mein Weg zu ihm

Ein Labrador-Retriever ist ein arbeitswilliger Hund und wird gern zur Jagd eingesetzt. Er ist temperamentvoll und hat die wunderschöne Eigenschaft, auch in schwierigen Situationen z.B.  das erlegte Wild aufzufinden und es mit weichem Maul (also unverletzt) zu apportieren. Hauptsächlich wurde er somit für die Jagd nach bereits erlegtem Wild gezüchtet. Besondere Freude bereitet es dem Labrador-Retriever, sowohl sein Element Wasser zu genießen als auch darin zu arbeiten. Er ist sehr kooperativ und wünscht sich nichts mehr, als seinem Halter zu gefallen.

Ihn zeichnet eine ausgezeichnete Nase und ein unsagbar gutes, freundliches Wesen aus – dazu ist er belastbar und lernfähig. Somit ist es möglich, den Labrador-Retriever ebenfalls als Therapiehund, als Rettungshund und auch als Spürhund einzusetzen.

Labrador Retriever Hunderassen

Der Labrador-Retriever

In Laufe der Zeit bekam der Labrador-Retriever mehr und mehr den „Stempel“ des Familienhundes aufgedrückt – durch sein freundliches , aufgeschlossenes und gutmütiges Auftreten kamen viele Familien zu dem Schluss, dass eben diese Rasse als Familienhund besonders geeignet sei. Weit gefehlt, denn nur ein spür- und sichtbar in Waage geistig und körperlich ausgelasteter Labrador-Retriever wird seinem Wesen wie beschrieben gerecht – und wird ein wunderbarer Begleiter, Freund und Kumpel für die gesamte Familie sein.

Der Labrador-Retriever wird laut Wikipedia und den einschlägig bekannten Rassehunde-Clubs als „kompakter, mittelgroßer Hund mit muskulösem Körperbau, breitem Schädel, mittelgroßen Augen, starkem Hals, geradem Rücken mit kurzer Lendenpartie und der typischen Otterrute (hierzu später vielleicht etwas mehr) gekennzeichnet. Es gibt sie in den Farben schwarz, gelb oder tiefbraun – jeweils mit wasserdichtem Unterfell. Ebenso wie der Neufundländer stammt der Labrador-Retriever  von der kanadischen Ostküste.

Der „wahre“ Labrador jedoch (Quelle: Wikipedia) stammt jedoch aus England.

Die Rassestandarts (welche mir persönlich unwichtig geworden sind, hierzu vielleicht im Laufe meiner Mitgliedschaft mehr) können den einschlägigen Websites des DRC e.V. sowie des F.C.I. entnommen werden – dies ist allerdings nur von Interesse, sofern die Leser dieses Beitrages vor haben, mit ihrem Labrador-Retriever in die Zucht zu gehen.

Soviel zu den Labrador-Fakten …

Mein Weg zu einem dieser wundervollen Hunde verlief zufällig. Der erste Labrador, der in meinem Leben eine Rolle spielte, war „Goli“. Ein bereits in die Jahre gekommener und seinem Wesen jegliche Ehre gebender Rüde, der mir viele wunderbare Stunden bereitet hat. Er war der langjährige Begleiter des Systemadministrators des Büros, in dem ich arbeite. Bei einem Besuch eben dieses Administrators wurden mir Fotos von Labrador-Welpen gezeigt. O-Ton: „Ne Freundin von mir ist Züchterin, schau‘ mal – sind die nicht toll?“

Ich war entzückt. Doch ein Hund – noch dazu ein Hund dieser Statur passte weder in meine Wohnung noch in mein Leben. So sehr ich Hunde auch liebe und mir nichts sehnlichster wünschte. Das Thema war erledigt.

Dann kam „er“

Wieder war es das Herrchen von Onkel Goli, der mir erzählte, dass eine (andere) befreundete Züchterin noch ein Zuhause für einen bereits 4 Monate alten Labbi sucht. Ich quälte mich Abende lang… Telefonierte immer wieder mit Goli’s Herrchen. Und mit der Züchterin von ihm…

Und nun… Ist er bei mir. Buck. Mein ganzer Stolz, mein Leben, meine Liebe.

Liebe Leser dieses Beitrages. Sollte auch nur ansatzweise der Gedanke in Erwägung gezogen worden sein, einen Labrador-Retriever anzuschaffen – es lohnt sich, sich ausgiebig mit dieser Rasse auseinander zu setzen. Seinem Wesen gerecht zu werden, ist mehr als nur ein alltägliches Gassi und ein paar Leckerchen „to go“. Er will gefordert werden, er will seinen Geist leben. Nur so wird man ihm gerecht und hat für den Rest seines Lebens einen wunderbaren Begleiter an seiner Seite.

Denn wir dürfen nicht vergessen, er ist ein Teil unseres Lebens, wir sind sein GANZES Leben.

©Sandra Lampio