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Auslandshunde

3 Kommentare

Hunde retten .. ein Geschäft?

Das war vor einigen Wochen ein sehr aktuelles Thema, da Rumänien durch die bislang umstrittene Tötung eines Jungen durch Straßenhunde und Russland während der  olympischen Spiele in den medialen Vordergrund gerückt sind. Tiere in den Sheltern müssen bereits nach 14 Tagen getötet werden, sofern sie noch nicht adoptiert wurden. Das Hundefangen entwickelt sich regelrecht zur Sportart und wird gut bezahlt –  Tierschützer sämtlicher Länder arbeiten auf Hochtouren, um so viele Hunde zu retten wie möglich, egal ob jung oder alt.

Aber retten sie sie wirklich?

Auslandshunde Hundetrainer

Karla ist ein Auslandshund gewesen und wurde aggressiv und  als soziaphobisch eingestuft

Wie viel hilft man einem Hund, der vielleicht seit 8 Jahren bereits auf der Straße lebt, dort aufgewachsen ist und nichts anderes kennengelernt hat. Die wievielte Generation ist er bereits?

Man kann nicht genau sagen, wie der Hund sein wird, wenn man ihn im Internet sieht, sich bewirbt und ihn dann bekommt. Man sieht nur die Bilder mit diesem Hundeblick, bei dem jedes Herz weich wird. Und der Text unterstützt das Bedürfnis, jeder armen Seele auf dem Planet helfen zu wollen. Verständlich, dass der eine oder andere zum kleinen Tiermessi mutiert.

Dies soll keinesfalls negativ zu verstehen sein. Jeder Versuch etwas Gutes zu bewirken ist auf jedenfall sinnvoll.

Aber man sollte sich bewusst sein, was auf einen da zukommt, wenn man sich ein Auslandstier von der Straße holt. Sie kommen verängstigt und gestresst hierher. Halsband und Leine sind ihnen fremd. Oft sogar kennen sie nur schlechtes von Menschen. Sie wurden geschlagen und getreten und weg gescheucht. Es ist eine große Verantwortung die man trägt und sie haben Ängste oder Traumata, die man nur mit einem professionellen Hundetrainer in den Griff bekommt. Manche dieser Hunde sind fast schon wieder wild wie in der Natur und sie können nie eine richtige Beziehung zu einem Menschen aufbauen. Ihnen fehlt manchmal einfach das Vertrauen.

Wieso sich dem Menschen unterordnen wenn er einen jahrelang immer nur misshandelt hat?

Es gibt also Vor- und Nachteile bei der Adoption eines Auslandhundes. Wenn man sich für einen jedoch entschieden hat, dann sollte man sich der Verantwortung und der Arbeit dieses Hundes bewusst werden. Außerdem ist es wichtig, dass er durch einen seriösen Tierschutzverein etc vermittelt wird, der stets bei Fragen, Tierarztkosten und Problemen voll hinter Ihnen steht. Einen spezialisierten Hundetrainer für die Resozialisierung zur Hand zur haben, ist ebenfalls ratsam, da dieser Ihnen zielsicher helfen kann und Ihnen zeigt wie sie richtig mit den sensiblen Tieren umgehen können.

 

Text von A. Woyna für

DogWalkerEssen
Jörg Müller

Hundetraining-Hundeerziehung-Hundeschule

Wenn Sie hierzu eine persönliche Meinung haben, bitten wir Sie um einen Kommentar unter diesem Beitrag.

3 Kommentare zu “Auslandshunde

  1. Dann hab ich ja Glück gehabt 🙂 Ich habe einen tollen Verein, der für mich und das Tier da ist. Ich habe eine Hündin aus Rumänien 5 Wochen gehabt und dann hat sie ihre eigene Familie bekommen. Dann hatte ich fast drei Wochen eine Hündin aus Polen. Sie hat nun auch eine tolle Familie. Beide haben sich sehr schnell eingefunden. Vielleicht war ja mein eigener Hund auch hilfreich. Ich freue mich auf jeden Fall auf nächste Woche, denn da bekomme ich wieder eine Pflegehündin aus Rumänien. Ich hatte auch schon Pflegehunde, die schwieriger waren. Aber wenn man wirklich was erreichen möchte, dann übersteht 🙂 man das.

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  2. Ich glaube, das „Auslandshunde“ für wenige ein sehr gutes Geschäft sind. Viel zu viele haben ein zu gutes Herz und werden ausgenutzt, ohne es zu merken. Ich bin mir sicher, das einige wenige und vielleicht sogar ganze Strukturen darauf abzielen, sehr viel Geld mir den „armen Seelen“ zu verdienen, denn für einige ist die Gier nach Geld ein ganz wesentlicher Motor. Es erscheint mir so, denn wie auch in anderen Bereichen auch machen sich einige wenige sehr wenig Gedanken über Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt, Hauptsache der Rubel rollt. Und die Masse der Gutmenschen stehen am Ende da mit einem „Problem-Hund“ und wissen nicht weiter. Ich bin der Meinung, das wir diese Form von Hundehandel nicht brauchen – in Deutschland gibt es genug davon. Tiertransporte von woher auch immer sind überflüssig. Wie gesagt: Ich bin kein Experte und es ist meine ganz persönliche Meinung.

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  3. Unsere Karla kommt aus der Smeura/Rumänien, unbedarft und ohne Vorerfahrungen haben wir sie bei uns aufgenommen. Dass wir uns eine „Problemhündin“ ausgesucht hatten stellte sich bald heraus. Ebenso schnell war klar, das Karla nicht schuld war an ihrem Verhalten, sie hatte Angst und war verunsichert weil ihr das Leben hier völlig fremd war. An manchen Tagen waren wir verzweifelt und wer weiß, ob Karla noch bei uns wäre wenn wir Jörg nicht gefunden hätten. Ganz schnell war klar „das andere Ende der Leine“ muss lernen wie Karla „tickt“. Und siehe da von da an ging es relativ schnell ….. nach 5 Monaten Training mit Jörg sind wir zu einem Team zusammengewachsen und unsere „Migrantin“ versteht uns und wir verstehen sie – klar läuft es nicht immer gleich gut … aber wir verzweifeln nicht mehr und können uns nicht vorstellen ohne unsere Karla zu sein.

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